Zu Architektur tanzen!

In einem alten Song auf der letzten Platte der Deutschpunk-Helden von "...but Alive" singt Marcus Wiebusch "Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen!"  Auch dieses Zitat ist am Ende geklaut. Man weiß nicht genau, ob es von Frank Zappa oder Steve Martin stammt. Aber auch egal. So kann ich es auch einfach klauen und als Titel dieses neuen Forums nehmen.

Das oben aufgeführte und eingerahmte Zitat von Good Old Goethe hat mir ein sehr guter Freund vor langer Zeit zum Geburtstag geschenkt. Da hatte ich schon erste Plattenkritiken auf einem befreundeten Blog geschrieben. Natürlich gibt es immer mehrere Hauptziele des eingefleischten Kritikers (hier verzichte ich auf das Gendern, weil es den meisten Frauen, die das machen, meistens nur um die Sache geht):  1. Ruhm und Ehre 2. Die selbst nie so erfolgreiche Musiker-Karriere in einem besseren Licht dastehen lassen, indem man andere nieder schreibt. 3. Platten abgreifen 4. Den inneren Besserwisser-Trieb kanalisieren. 5. Umsonst auf Konzerte kommen. Wichtig ist dabei auch, immer alles in Top 5 zu denken und aufzuschreiben. Auch in diesem Forum werde ich mich daran halten!

Neben diesen Hauptzielen hat das alles hier noch 5 relativ unwichtige Unterziele, die ich dennoch erwähnen möchte:

1. Es wird so viel Mist produziert, der warum auch immer, erfolgreich ist. Meine These ist: Das liegt auch an der fehlenden Kritik. Hätten beispielsweise die richtigen Leute rechtzeitig  die richtigen Dinge über Xavier Naidoo geschrieben, wäre uns vieles erspart geblieben.

2. Es wird viel Gutes produziert, über das nur Mist geschrieben wird. So hat der Stern in einer Kritik zum neuen Album der Liga der Gewöhnlichen Gentleman geschrieben, dass sie eine Deutschpop-Band seien. Meine Frage: Ist das justiziabel?

3. Der Vierten Corona-Welle prophylaktisch etwas entgegen setzen. Klar, Ihr denkt, dass ist doch die Aufgabe der Bundes- und Landesregierungen. Nunja... Aber in den letzten 3 Wellen habe ich gemerkt: Kultur, Musik, Filme und vieles mehr helfen. Es ist wie Schnaps. Ein Schmierstoff, der zusammen hält. Und wenn man halt keinen Schnaps zusammen trinken kann, kann man sich zumindest online auslassen und austauschen.

4. Das Internet und insbesondere die sog. sozialen Medien sind ein Moloch. Dass tatsächlich so viel Mist in Kübeln in den Hirnen einiger dort vorhanden ist, ist erschreckend. Mein Ziel ist es, die sozialen Medien in ihrer eigenen Kampfzone zu schlagen und diese einfach mit positiven Inhalten zu fluten.

5. Ihr seid das Wichtigste bei der ganzen Geschichte. In meiner Vision wird das Ding hier eine Plattform, bei der sich Menschen mit gutem Geschmack (den definieren natürlich wir!) austauschen können. Ich habe in meinen 40 Jahren so viele tolle Menschen mit zahlreichen Geschmäckern und Leidenschaften kennengelernt. Und natürlich habe ich auch selbst dadurch meine weiter entwickeln können. Und, ja! In den letzten 1,5 Jahren Corona-Mist hat mir dieser Austausch am meisten gefehlt! Und wenn es Euch auch so geht:

Lasst uns gemeinsam zu Architektur tanzen und macht hier mit!


Mit Hochachtung an Euch

Anis